Meine Vision einer neuen Zeit mit Weiblichem Wohlstand
für alle Frauen auf unserem Planeten.

 

Inaqiawa

© 12.12.12

 

 

Die Sonne fällt auf den Schnee und verwandelt Milliarden von Kristalle in glitzernde Edelsteine. Die Luft riecht sauber und klar. Der Himmel ist bekleidet mit großen weißen Wolkengebilden, die durch den Wind angeschoben werden und sich ihren Weg suchen. Katzen spielen verträumt mit den sacht fallenden Flocken. Die Stimmen erklingen schmeichelnd gedämpft durch die weiße Decke des Zaubers. Ich gehe durch die Einkaufsstraße und schaue in die Gesichter der Frauen. Aus den Tiefen ihres Seins strömt eine Welle innerster Zufriedenheit empor. Ihre Seelen schauen glänzend aus den Augen ihrer Körper. Nichts behindert das Strahlen ihrer Kraft. Frei und authentisch bewegen sie sich inmitten des Getümmels von Käuferinnen, Künstlerinnen, Kindern und Karussells.


Eine Gruppe allein erziehender Mütter steht um eine Ponymanege herum. Ihr wohltuendes Lachen beschreibt die Freude ihrer Herzen. Ich spüre die Energie, die sie sich gegenseitig schenken und miteinander teilen. Innerer und äußerer Wohlstand hat sie erreicht und bestimmt ihr Leben. Keine ist mehr alleine mit ihren Aufgaben und Bedürfnissen. Sie leben in Gemeinschaften und teilen mit vollem Herzen Wohlstand, Karriere und Muttersein. Die Harmonie und das Wohlbefinden spiegeln sich in den Kindern wider, die auf den Ponys ihre Runden drehen. Voller Lebensfreude und ihrer Selbst kraftvoll bewusst leuchten ihre Kinderaugen. Das Lachen auf ihren Lippen lässt erahnen, welch unbändigen Spaß ihnen ihr Leben bereitet. In ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt strahlen sie dennoch eines gemeinsam aus: Zufriedenheit mit sich und der Welt, in der sie leben. Ein summender Ton löst sich aus der Gruppe der Frauen. Eine hat ein Lied angestimmt und dann folgen die ersten Worte … willkommen, sei Friede mit Dir … willkommen, sei Friede mit mir … herzlich willkommen, sei herzlich willkommen, sei Friede mit Dir und mit mir … Während ich der Melodie noch lausche, haben die anderen Frauen bereits eingestimmt und nehmen mich in ihren Kreis des Gesanges auf. Die Energie zwischen uns bildet ein Band und wir weben einen Klangteppich, der zu einem Beziehungsnetz wird. Leichtigkeit erfüllt unser Sein. Mit geschlossenen Augen spüre ich in mich hinein und bemerke eine starke, ruhige Kraft in meinem Rücken. Eine Weise Alte wurde durch den Gesang angezogen und steht hinter mir. Mit ihren Händen umschließt sie zwei Becher mit heißem Holunderpunsch. Sie bietet mir einen davon an und wir setzen uns auf eine nahestehende Bank mit weichen, warmen Kissen.

Altersarmut bei Frauen gehört der Vergangenheit an, das ist deutlich zu erkennen. Sie spricht von ihrem Leben und wie wundervoll es war und ist, die eigene Entwicklung selbst zu bestimmen und von keinerlei Mangel dabei behindert zu sein. Die tief empfundene Fülle und der selbst kreierte Wohlstand ermöglichen es ihr auch heute noch, alle Angebote wahrzunehmen, die für ihre Prozesse von Bedeutung und hilfreich sind. Ihrer inneren Bestimmung folgend vernetzt sie die Weisen Alten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die nachfolgenden Generationen in das Wissen um Mutter Erde, ihre Wunder und Möglichkeiten und deren Gesetzmäßigkeiten einzuweihen. Bei diesen Worten erstrahlt sie wie die Erdenseele selbst und ihre Aura weitet sich aus und schließt die Welt um sie herum mit ein.

Eine Weile sitzen wir schweigend und in Harmonie beisammen, bis ich in der Ferne ein heftiges Winken wahrnehme. Ein Herzensfreund und Wegbegleiter seit vielen Jahrzehnten schickt seine Energie voraus und eilt ihr hinterher in meine Richtung. Unsere Umarmung gibt die Intensität unserer Verbindung frei. Dieser Freund verkörpert den Mann der neuen Zeit. Männlich erstarkt durch die Achtung der Weiblichkeit lernte er, beide Anteile in sich harmonisch zu leben. Die Bewunderung der schöpferischen Schoßkraft der Frauen hat ihn zu einem Herzensmenschen heranwachsen lassen und seine bedingungslose Liebe zu allem was ist, lässt ihn die Schönheit von Mutter Erde neu entdecken und beschützen. Je deutlicher er die Weiblichen Anteile in sich wahrnehmen und anerkennen kann, desto reifer und stabiler erstrahlt seine Männlichkeit, derer er sich im vollen Umfang bewusst ist. Er schenkt der Frauengruppe an der Ponymanege seine Aufmerksamkeit und Achtung und lächelt. Er empfindet den Wohlstand der Frauen seit Anbeginn an als eine Erleichterung für die Männer und eine große Entlastung des Drucks, der früher auf ihnen lag. Mit einem sanften Blick auf die Uhr verabschiedet er sich und lässt einen Teil seiner wohligen Energie bei mir. 


Ich lehne mich zurück, schließe die Augen und begebe mich in das universelle Feld aller Frauen auf diesem Planeten. Ein Strom von dreidimensionalen und energetisch hoch aufgeladenen Bildern durchflutet mich. Vor meinem inneren Auge stehe ich unvermittelt auf einem großen Marktplatz in Indien. Die edlen, eleganten und farbenprächtigen Stoffe der indischen Frauengewänder machen die Kulisse zu einem Gesamtkunstwerk. Das Kastenwesen wurde abgeschafft und die Frauen sind auch hier in ihre All-Macht und schöpferische Kraft aufgestiegen. Die Tötung von weiblichen Säuglingen hat dadurch ein jähes Ende gefunden. Mädchengeburten werden überall gefeiert und als großes Geschenk der Schöpfung angesehen. Der Wohlstand, den sich die Frauen dort kreiert haben, hat dazu geführt, dass Bildung, Erziehung, Selbstwert und Lebensumstände allgemein in der neuen Generation auf dem höchstmöglichen Niveau angekommen sind. Die Weiblichen Werte wurden so in die Gesellschaft integriert, dass innere und äußere Fülle für alle Menschen dieses riesigen Landes zugänglich sind. Eine bildschöne, strahlende, noch sehr junge, indische Frau kommt tänzerisch auf mich zu und streckt mir beide Hände entgegen. Ich ergreife sie zart und unsere Energien vermischen sich und strömen kreisförmig durch uns hindurch. Sie nimmt mich mit zu ihrem Haus. Es ist ein schlichter, sehr solider Holzbau, der zweckmäßig und mit einer großen Farbenpracht eingerichtet ist. „Schau“ sagt sie „unser Wohlstand hat uns frei und unabhängig gemacht und gibt unseren Kindern Sicherheit und Halt. Wir haben mit unserem Einfluss und den Möglichkeiten des bewussten Schöpferischen Aktes die Strukturen in unserer Gesellschaft geändert und erhalten dabei Unterstützung von den Männern, die deutlich erkennen, dass dieser Weg ein kraftvoller ist und allen Menschen Wertschätzung, Fülle und Wohlstand bringt. Wir leben in absoluter Harmonie.“


Wir umarmen uns innig, genießen berührt den Wandel und fühlen uns als Schwestern im Herzen. Große Freude steigt in uns auf, weil wir uns bewusst sind, dass wir den Übergang in das neue Zeitalter auf so wundervolle Weise gemeistert haben.


Ein Junge zupft an meinem Gewand. Ich schaue ihn an und erkenne, dass er Chinesischer Herkunft ist. Während er seine Hand in die meine schiebt, spüre ich, dass sich die Kulisse um uns herum wandelt. Er hat mich in sein Feld hinein und mit in seine Heimat genommen. Er wohnt an einem großen Fluss und erzählt mir stolz, dass sie wieder darin baden können und viel Spaß dabei haben. Am gegenüber liegenden Ufer des Flusses erkenne ich eine Fabrik und sehe gleich, dass sie cradle-to-cradle arbeitet. Es gibt keine Emissionen und keinen Abfall, alles wird im betriebseigenen System recycelt. „Unsere Mütter haben durch ihre Schöpfungskraft bewirkt, dass der neue Wohlstand und die entstehende Fülle nicht auf Kosten von Mutter Erde geht. Wir wachsen trotzdem, weil wir unsere gesamte Energie in nachhaltige Projekte und Erfindungen geben. Ich liebe bereits heute meine Zukunft.“ Er erstrahlt in seinem kindlichen Licht und seiner ganzen Schönheit. Trommelkraft erreicht mich und öffnet ein Tor in ein anderes Feld. Der satte Klang des Felles zieht mich an und führt mich direkt in den Kreis eines Rituals. Mädchen werden initiiert und in den Kreis der Afrikanischen Frauen aufgenommen. Die Mädchen tragen Haarschmuck und sind beeindruckend bemalt. Zum ersten Mal in ihrem Leben tragen sie die Kleidung der Frauen und sind darin Göttinnen gleich. Das Fest wird drei Tage dauern und den Abschluss ihrer Ausbildung bedeuten. Am Ende der drei Tage sind sie endgültig in ihre All-Macht und ihre Schöpferinnenkraft eingeweiht. Beschneidungen, Vergewaltigungen oder Übergriffe anderer Art müssen sie nicht mehr befürchten. Durch die Kraft und den Wohlstand der Frauen hat sich das Machtverhältnis zwischen Männern und Frauen verändert. Deren Schöpfungskraft hat auch die bedrohlichste Krankheit dieses Kontinentes besiegt: AIDS. Es gibt keine neuen Erkrankungsfälle und die noch lebenden Betroffenen wurden durch die Schöpferische Heilige Liebe und den inneren Wohlstand geheilt.


Ein zartes Gefühl in meiner geöffneten Hand holt mich in mein eigenes Feld zurück. Ich sitze immer noch neben der Weisen auf der Bank und es scheint keine Zeit vergangen zu sein. Dann bemerke ich, dass auf meiner Hand ein Dompfaff sitzt. Nichts Ungewöhnliches, denn in diesen neuen Zeiten hat sich der Mensch auch mit den Tieren ausgesöhnt. Niemand käme mehr auf die Idee sie zu essen. Die hohen Schwingungen lassen dies einfach nicht mehr zu. Die Weise schaut mich an. „Du warst auf Reisen?“ „Ja, ich habe mir verschiedene Kontinente angeschaut und die Ergebnisse unseres Weiblichen Weges zum Wohlstand genossen. Ich war in Indien, China und Afrika … dann kam der Dompfaff.“ Ich lächele sie an. „Warst Du schon auf den restlichen Kontinenten?“  „Ja, es ist überall auf diesem Planeten genau so, wie Du es gesehen hast. Alles auf Mutter Erde lebt in Fülle und Wohlstand. Wir haben erfolgreich den Wandel gestaltet und sind im Goldenen Zeitalter angekommen.“